Die Empörten in Berlin
Am Sonnabend, dem 12.05.2012 trafen sich die Empörten zu einem Sternmarsch in Berlin. Vom Thälmann Park, Frankfurter Tor, Kottbusser Brücke, Gesundbrunnen und Hauptbahnhof marschierten die Demo- Züge zum Alexanderplatz. Es war der erste Jahrestag des Beginns der weltweiten Occupy- Bewegung in Madrid und Barcelona.
Diese Bewegung wird hauptsächlich von Jugendlichen unterschiedlicher Herkunft, die über die vorherrschenden Verhältnisse empört sind, getragen. Sie wollen eine grundlegende Änderung des derzeitigen Finanz- und Wirtschaftssystems erreichen. Durch die repräsentative Demokratie fühlen sie sich nicht mehr vertreten, deshalb fordern sie direkte Demokratie. Kriege dürfen kein Mittel der Politik mehr sein, denn sie schaffen nur noch größere Probleme. Das Wohlergehen der Menschen, nicht wirtschaftliche Interessen und Maximalprofit, müssen zukünftig das Leitbild aller Politik werden. Es ist genug für alle da, aber es muss auch gerecht verteilt werden.
Zum Schuss wurde von allen Beteiligten eine "Erklärung der Menschen vom Neptunbrunnen" begeistert angenommen. Diese Erklärung ist vom "Spanischen Manifest" inspiriert, erhebt aber keinen Anspruch auf Vollständigkeit der Wünsche für eine bessere Zukunft.
Ich war im Demo- Zug vom Hauptbahnhof dabei. Besonders hervorheben möchte ich die fröhliche Gestaltung des ganzen Tages durch Musik, Tanz, Trommlergruppen und lustige Einlagen. Auch die vielen selbstgestalteten Transparente zeugten von Lust auf eine bessere Welt. Die Errichtung von Zelten war zwar überall verboten, aber dafür tanzten Mädchen mit kleinen Zelten wie riesige Reifröcke, durch die Reihen und machten, ebenso wie andere Mädchen mit nackten Tatsachen, auf ihre Forderungen aufmerksam. Es hat beim Ablauf zwar nicht alles professionell geklappt, war dafür aber sehr liebenswert.
Die Beteiligung blieb zwar unter den Erwartungen, aber die Generationen über 25 müsste sich dazu wohl wesentlich zahlreicher einbringen.
Es waren auch Gruppierungen von Attac, Berliner Wassertisch, Foodwatch, Rettet den Regenwald, Die Linke und andere zu erkennen, aber da niemand dominierend auftrat, wurde damit nur die Vielfalt der Protestierenden aufgezeigt und es blieb wohltuend Raum für alle Empörten.
Rainer Weigt 16.02.2012
31. SBB-Arbeitstreffen in Storkow
SBB ruft mit zum Ostermarsch auf und unterstützt die „Sklavenkarawane“ des DGB
Am 24. März kamen in Storkow (Mark) Vertreter von Initiativen aus sieben Städten des Landes Brandenburg zum 31. Treffen der Sozialen Bewegung Land Brandenburg (SBB) zusammen. Eine Initiative aus einer 8. Stadt sendete eine Grußbotschaft.
In einer sehr konstruktiven Atmosphäre wurde intensiv beraten und diskutiert. Jede Initiative berichtete über ihre Aktivitäten. Die Tagungsteilnehmer zogen über die Arbeit der SBB Bilanz. Zukünftig soll das Angebot der SBB um Seminare und Workshops zu einem breiten Themenspektrum erweitert werden.
Die Friedenskoordination Potsdam und die SBB rufen alle Bürger zum 11. Potsdamer Ostermarsch unter der Losung „Für eine Welt ohne Krieg - gegen Armut und soziale Ausgrenzung“ am 31. März auf. Um 14:00 Uhr geht es am Brandenburger Tor in Potsdam mit der Auftaktkundgebung los.
Am 04. Juni startet die "Sklavenkarawane". Vertreter der SBB werden diese Aktion des DGB-Berlin-Brandenburg gegen prekäre Arbeits- und Lebensverhältnisse tatkräftig unterstützen.
Das nächste SBB-Arbeitstreffen wird im September wieder in Storkow stattfinden.
Demo in Berlin und weltweit:
15. Januar 2012 – 15J Global Change
Start: 13 Uhr Neptunbrunnen vorm Roten Rathaus.
Route: Unter den Linden.
Kundgebung: Brandenburger Tor, Pariser Platz.
Danach: Asamblea (Versammlung) vorm Reichstag.
Links:
OccupyBerlin.de
OccupyBerlin.info/blog/
Echte Demokratie Jetzt:
Acampada 15M Echte Demokratie Jetzt
Alex11.org
Alex11.org/activity
- Diese Bewegung sieht ihre Wurzeln hauptsächlich in den friedlichen, sozialen Protesten in Madrid und New York.1 – 2 – 3 – 4 – 5 – 6 – 7 – 8 – 9 – 10 – 11 – 12 – 13 – 14 – 15 – 16 – 17 – 18 – 19 – 20 – 21 – 22 >