Nicht einsam - gemeinsam gegen Sozialabbau
18. Mai 2012
 
Trebbin

Die Empörten in Berlin

Am Sonnabend, dem 12.05.2012 trafen sich die Empörten zu einem Sternmarsch in Berlin. Vom Thälmann Park, Frankfurter Tor, Kottbusser Brücke, Gesundbrunnen und Hauptbahnhof marschierten die Demo- Züge zum Alexanderplatz. Es war der erste Jahrestag des Beginns der weltweiten Occupy- Bewegung in Madrid und Barcelona.
Diese Bewegung wird hauptsächlich von Jugendlichen unterschiedlicher Herkunft, die über die vorherrschenden Verhältnisse empört sind, getragen. Sie wollen eine grundlegende Änderung des derzeitigen Finanz- und Wirtschaftssystems erreichen. Durch die repräsentative Demokratie fühlen sie sich nicht mehr vertreten, deshalb fordern sie direkte Demokratie. Kriege dürfen kein Mittel der Politik mehr sein, denn sie schaffen nur noch größere Probleme. Das Wohlergehen der Menschen, nicht wirtschaftliche Interessen und Maximalprofit, müssen zukünftig das Leitbild aller Politik werden. Es ist genug für alle da, aber es muss auch gerecht verteilt werden.
Zum Schuss wurde von allen Beteiligten eine "Erklärung der Menschen vom Neptunbrunnen" begeistert angenommen. Diese Erklärung ist vom "Spanischen Manifest" inspiriert, erhebt aber keinen Anspruch auf Vollständigkeit der Wünsche für eine bessere Zukunft.
Ich war im Demo- Zug vom Hauptbahnhof dabei. Besonders hervorheben möchte ich die fröhliche Gestaltung des ganzen Tages durch Musik, Tanz, Trommlergruppen und lustige Einlagen. Auch die vielen selbstgestalteten Transparente zeugten von Lust auf eine bessere Welt. Die Errichtung von Zelten war zwar überall verboten, aber dafür tanzten Mädchen mit kleinen Zelten wie riesige Reifröcke, durch die Reihen und machten, ebenso wie andere Mädchen mit nackten Tatsachen, auf ihre Forderungen aufmerksam. Es hat beim Ablauf zwar nicht alles professionell geklappt, war dafür aber sehr liebenswert.
Die Beteiligung blieb zwar unter den Erwartungen, aber die Generationen über 25 müsste sich dazu wohl wesentlich zahlreicher einbringen.
Es waren auch Gruppierungen von Attac, Berliner Wassertisch, Foodwatch, Rettet den Regenwald, Die Linke und andere zu erkennen, aber da niemand dominierend auftrat, wurde damit nur die Vielfalt der Protestierenden aufgezeigt und es blieb wohltuend Raum für alle Empörten.

Rainer Weigt 16.02.2012


Verfasst von Rainer_Weigt am Donnerstag, 17. Mai 2012 (6 Aufrufe)
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Trebbin




Maifeier

Wir feiern bald/heut den 1. Mai,
ich wünsche uns viel Freud dabei.
Doch bei Getränk und gutem Essen
wollen wir den Alltag nicht vergessen.

Der Alltag ist beschwerlich schon,
für alle mit prekärem Lohn.
Die Lebenshaltungskosten steigen leise,
doch wie bezahlen, bei dem Preise.

Bist auf das Amt Du angewiesen,
dann steckst Du völlig in den Miesen.
Das Geld reicht vorn und hinten nicht,
man degradiert Dich bis zum Wicht.

Drum brauchen wir den Mindestlohn,
prekäre Arbeit ist nur Hohn.
Auch kein Managerposten wird verschont,
wenn sich die Arbeit nicht mehr lohnt.

Arbeit muss neu bewertet werden,
für alle Menschen hier auf Erden.
Denn ohne Reinigungskraft, oh Schreck,
erstickt der Manager im Dreck.

Die Kinderarmut hierzulande
ist doch fürwahr die größte Schande,
statt Kriege in der Welt zu führen,
sollten wir mehr für Bildung investieren.

Dann sollten wir Ressourcen schonen,
für unsre Enkel würde sichs lohnen.
Doch wir produzieren und wecken Begehr,
für Nachkommen bleibt gar nichts mehr.

Wir sollten immer daran denken,
uns wird niemand den Wohlstand schenken.
Wir müssen uns schon selbst bemühen,
nur dann wird für uns Gutes blühen.

Rainer Weigt 09.04.2012 Tel. 01701515677


Verfasst von Rainer_Weigt am Sonntag, 22. April 2012 (40 Aufrufe)
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Texte

31. SBB-Arbeitstreffen in Storkow

SBB ruft mit zum Ostermarsch auf und unterstützt die „Sklavenkarawane“ des DGB

Am 24. März kamen in Storkow (Mark) Vertreter von Initiativen aus sieben Städten des Landes Brandenburg zum 31. Treffen der Sozialen Bewegung Land Brandenburg (SBB) zusammen. Eine Initiative aus einer 8. Stadt sendete eine Grußbotschaft.

In einer sehr konstruktiven Atmosphäre wurde intensiv beraten und diskutiert. Jede Initiative berichtete über ihre Aktivitäten. Die Tagungsteilnehmer zogen über die Arbeit der SBB Bilanz. Zukünftig soll das Angebot der SBB um Seminare und Workshops zu einem breiten Themenspektrum erweitert werden.

Die Friedenskoordination Potsdam und die SBB rufen alle Bürger zum 11. Potsdamer Ostermarsch unter der Losung „Für eine Welt ohne Krieg - gegen Armut und soziale Ausgrenzung“ am 31. März auf. Um 14:00 Uhr geht es am Brandenburger Tor in Potsdam mit der Auftaktkundgebung los.

Am 04. Juni startet die "Sklavenkarawane". Vertreter der SBB werden diese Aktion des DGB-Berlin-Brandenburg gegen prekäre Arbeits- und Lebensverhältnisse tatkräftig unterstützen.

Das nächste SBB-Arbeitstreffen wird im September wieder in Storkow stattfinden.


Verfasst von Frank am Dienstag, 27. März 2012 (87 Aufrufe)
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Texte

Demo in Berlin und weltweit:
15. Januar 2012 – 15J Global Change



Start: 13 Uhr Neptunbrunnen vorm Roten Rathaus.
Route: Unter den Linden.
Kundgebung: Brandenburger Tor, Pariser Platz.
Danach: Asamblea (Versammlung) vorm Reichstag.

Links:

OccupyBerlin.de

OccupyBerlin.info/blog/

Echte Demokratie Jetzt:

Acampada 15M Echte Demokratie Jetzt

Alex11.org

Alex11.org/activity


Verfasst von Frank am Sonntag, 01. Januar 2012 (258 Aufrufe)
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Trebbin - Diese Bewegung sieht ihre Wurzeln hauptsächlich in den friedlichen, sozialen Protesten in Madrid und New York.
- Am 15.10.2011 haben weltweit hunderttausende aus 82 Ländern, in 951 Städten protestiert. Doch diese Protestwelle geht weiter.
- Bei uns haben am 12.11.2011 wieder in Frankfurt/M 10000 und in Berlin 8000 empörte, das Banken- b.z.w. Regierungsviertel umzingelt. In der Zwischenzeit zelteten Aktive in beiden Städten und haben ihre Asamblea’s abgehalten. Bei dieser neuartigen Diskussionsform können, in wellenförmigen Kreisen sitzend viele, mit Hilfe einiger Handzeichen, miteinander sprechen.
- Parteien und Rangordnungen, sowie deren Kennzeichnung auf Plakaten und Fahnen lehnen sie ab. Dafür sind Bürger die sich einbringen wollen immer willkommen. Diese hauptsächlich von jungen Menschen ausgehende Bewegung wendet sich gegen die Macht der Banken, den Raubtierkapitalismus der Finanzmärkte und diese unterstützende Politik. Durch diesen Missbrauch werden demokratische Gestaltungsmöglichkeiten verhindert. Ein gutes Leben, weltweit für alle Menschen, muss Ziel der Politik werden.
- Manche Medien verunglimpfen die Occupy Bewegung mit der Behauptung, sie hätten kein gemeinsames Programm und Ziel. Doch ich sehe in der Empörung gegen Freiheits- und Machtmissbrauch für egoistische Ziele, und der Hinwendung zum solidarischen Miteinander, eine lohnende Zielstellung.

Rainer Weigt 17.11.2011 Tel. 01701515677

Verfasst von Rainer_Weigt am Freitag, 25. November 2011 (585 Aufrufe)
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