Hier gehts zur Website vom:Der Kommunal-Kombilohn wieder nur ein Papiertiger?
Frankfurt (Oder) gehört zu den Städten, die entgegen dem offiziellen Trend steigende Arbeitslosenzahlen zu verzeichnen haben. Nun bietet die unakzeptabel hohe Arbeitslosenquote der Oderstadt eine Chance, um die sie von anderen Regionen beneidet wird.
Der Kommunal-Kombilohn bietet in diesem Jahr für 245 Langzeitarbeitslose die Chance eine sozialversicherungspflichtige Arbeit zu bekommen. Es handelt sich dabei um sozialversicherungspflichtige Arbeitsplätze im öffentlichen, gemeinnützigen Bereich vor allem für die Menschen, die derzeit auf dem ersten Arbeitsmarkt so gut wie chancenlos sind.
Inzwischen sind 5 Monate ins Land gegangen und es scheint, dass die Stadtväter sich noch im tiefen Schlaf befinden. Nichts ist zu spüren vom Kommunalkombi. Sollte diese Maßnahme ebenso verpuffen, wie es bereits Ein-Euro-Jobs und ABM getan haben. Letztere entpuppten sich als kostspieliger Aktionismus ohne nennenswerte Auswirkung auf dem Arbeitsmarkt und blanke Kosmetik für die Statistik.
Das Aktionsbündnis Frankfurter Montagsdemo meint, dass es höchste Zeit ist zu handeln. Es müssen Konzepte auf den Tisch und schnellstens umgesetzt werden.
Am Montag den 26.05.2008 wird das Aktionsbündnis interessierte Bürger über den Kommunalkombilohn informieren und den Leitfaden zur Antragstellung erläutern.
Wir laden Betroffene, die bereits Anträge gestellt haben, ein, ihre Erfahrungen mitzuteilen.
Die Veranstaltung beginnt 19:00 Uhr im Haus der Begegnung in der Klabundstraße.
Frankfurt muss bezahlbar werden
Am Montag, den 3. März 18:00 Uhr findet eine Kundgebung vor dem Rathaus in Frankfurt (Oder) statt. Thema ist die Gestaltung des neuen Frankfurtpasses. Dieser muss an den Bedürfnissen der Betroffenen ausgerichtet werden. Das Aktionsbündnis Frankfurter Montagsdemo wird dazu Befragungen durchführen. Das Ergebnis wird in der Stadverordnetenversammlung übergeben.
Der Pass für Frankfurter
Der Wahlkampf hat das Land erfasst. Längst haben die Parteistrategen erkannt, dass der jahrelange Sozialkahlschlag den Nerv des Wahlvolkes getroffen hat. Ein Stimmungswandel muss her.
Beharrlich hatte sich die Landespolitik gegen die Einführung des von der parlamentarischen und außerparlamentarischen Opposition geforderten Sozialtickets gewehrt. Wohl wissend, dass der Koalitionspartner da nicht mitspielt, hat nun man ein Sozialpaket verkündet.
Populistisches Gedöns meint das Aktionsbündnis Frankfurter Montagsdemo. Es ist nicht damit getan sporadisch ein paar Millionen über das Volk zu streuen. Menschen dürfen nicht zu Almosenempfängern degradiert werden. Die Repressionspolitik nach Hartz IV hat viele Menschen entwurzelt. Sie wurden zwar recht und schlecht versorgt, aber sie verlieren nach und nach ihr Selbstbewusstsein. In den Augen der Menschen, die nur in den Kategorien von Leistung, Profit und Absatzmöglichkeiten denken gelten sie als arbeitslos, ungelernt, träge, im Grunde überflüssig.
Hier muss ein Stimmungswandel vollzogen werden.
Es handelt sich um wertvolle Mitglieder unserer Gesellschaft, deren Fähigkeiten und Fertigkeiten gebraucht werden.
Das Aktionsbündnis Frankfurter Montagsdemo setzt sich dafür ein, dass sich sozial schwache Menschen in das gesellschaftliche Leben integrieren können. Hier sind auch die unzähligen Vereine der Stadt gefordert. Darüber hinaus bedarf es natürlich auch der materiellen Unterstützung. Eine gute Möglichkeit dafür ist der Frankfurtpass, der in seiner jetzigen Form aber an den Bedürfnissen vorbei zu gehen scheint. Zumindest an Popularität mangelt es diesem Dokument.
Daher will das Aktionsbündnis in den nächsten Tagen Bedürftige befragen, was wirklich hilfreich und wichtig ist. Der daraus resultierende Forderungskatalog soll zusammen mit Vorschlägen zur Realisierbarkeit der Stadtverordnetenversammlung übergeben werden.
So können Politiker schon vor der Wahl beschließen, was sie üblicherweise erst für danach versprechen.
Am Donnerstag, den 28.02. von 7:30- 11:30 Uhr steht das Aktionsbündnis Frankfurter Montagsdemo mit einem INFO-Stand vor dem Jobcenter zur Verfügung.
Am Montag, den 03.03. von 18:00 bis 19:00 Uhr hält das Aktionsbündnis Frankfurter Montagsdemo eine Kundgebung vor dem Rathaus ab. Alle Interessenten sind herzlich dazu eingeladen, mit uns über den neuen Frankfurtpass zu diskutieren.
Lokaler Aktionstag des Weltsozialforum geht in die Verlängerung
Auch in Frankfurt fand der Weltweite lokale Aktionstag des Weltsozialforums statt. Aus Protest gegen das Weltwirtschaftsforum in Davos gründeten alternative Organisationen das Weltsozialforum. Anfangs fand es in Brasilien statt. Aber es war auch schon in Afrika und in Asien. In diesem Jahr wurde zu einem weltweiten lokalen Aktionstag aufgerufen.
In Frankfurt (Oder) hatten ganz unterschiedliche Gruppen und Vereine der Stadt eingeladen. Ein ganz bunter Haufen von Gruppen, bestehend aus der Frankfurter Greenpeace-Gruppe, über die evangelische Jugendarbeit, dem Bund der Antifaschisten, dem Arbeitslosen-Frühstück "miteinander", dem Aktionsbündnis Frankfurter Montagsdemo und dem Friedensnetz.
In das schöne Gemeindehaus St. Georg waren rund 30 Menschen gekommen. Thematisch ging es um den dramatischen Sozialabbau und deren Folgen für die Stadt. Zur Gesprächsrunde über Kinderarmut war Oberbürgermeister Herr Patzelt (CDU) eingeladen. Wie er erzählte, war er auch sehr gerne zu der Veranstaltung gekommen.
Nach den aktuellen Kinder-Armutszahlen, leben 35,4 Prozent aller Sechs- bis Zwölfjährigen in Familien, die von Hartz IV leben müssen.
Auf Grund der gesetzlichen Bestimmungen bekommen Hartz IV-Familien vom Staat pro Kind monatlich 208 Euro. Joachim Wawrzyniak vom Aktionsbündnis Frankfurter Montags-Demo: "Jeder weiß, was Kinder zwischen sechs und zwölf Jahren kosten." Auch er fordert, dass es in unserer Stadt keine Kinder erster und zweiter Klasse geben darf.
In der Gesprächsrunde zu Hartz IV ging es neben der Situationsbeschreibung auch um Vorschläge zur Verbesserung der sozialen Lage. So wurde immer wieder das freie Schulessen eingefordert. Ebenso die Einführung eines Sozialtickets, welches vor kurzem der Brandenburger Landtag abgelehnt hatte. Hinzu kam die Forderung, die Nutzungsmöglichkeiten des Frankfurt-Passes zu erweitern.
Da die Zeit am Samstag nicht ausreichte, geht der Aktionstag am 18.2. um 17 Uhr im Haus der Begegnung in die Verlängerung. Dann soll es um gemeinsame Handlungsschritte der beteiligten Gruppen gehen.
Im Vorfeld hatte Burkardt Koller und Molly einen 10-minütigen Werbefilm für den Aktionstag gedreht.
Wenn ihr einen schnellen Internetanschluss habt, könnt ihr euch diesen im Internet unter www.globalaction.de ansehen.