

"Fördern" durch Mangelernährung
Diese Broschüre verfasste Prof. Rainer Roth zur Verstärkung der Kampagne für 500 Euro Eckregelsatz (siehe auch unser nachfolgender Beitrag).
Bestellung der Broschüre:
Gegen eine Spende (mind. 1 Euro) plus evtl. Versandkosten
über: info@klartext-info.de
Bündnisplattform 500 Euro Eckregelsatz sammelt Unterschriften, denn:
Wieviel Geld geben Sie für Essen und Trinken am Tag aus? Oder anders gefragt, wie viel können Sie sich leisten dafür auszugeben? Bezieher von Arbeitslosengeld II brauchen sich diese Frage nicht zu stellen. Für sie beantwortet sich diese Frage aus dem dafür vorgesehenen Anteil des Regelsatzes. Danach werden einem alleinstehenden Hartz-IV-Bezieher pro Tag 3,94 € für Nahrungsmittel und nicht-alkoholische Getränke zugestanden. Nach Erhebungen des Forschungsinstituts für Kinderernährung in Dortmund zum Bedarf für eine gesunde Ernährung, reicht dieser Betrag für Erwachsene nicht aus. Ebenso unzureichend sind die Regelsätze für Kinder und Jugentliche. Deshalb fordert eine breite Bündnisplattform: Der Eckregelsatz von derzeit 359 € muss auf 500 € erhöht werden! Ein gesetzlicher Mindestlohn von mindestens 10 € brutto muss eingeführt werden! | ![]() 3,94 € pro Tag für Essen und Trinken? Reicht Ihnen das? __________________ Wir hören sie jammern. Es jammern alle, die milliardenschwere Gewinnsteuersenkungen und die Abschaffung der Vermögenssteuer für nichts Besseres verwendet haben als für Ausschüttungen an Aktionäre, Rückkäufe ihrer eigenen Aktien, Firmenübernahmen und Finanzwetten, Gewinnentnahmen aus ihren Firmen, Monatsgehälter ab 100.000 Euro, Monatspensionen ab 50.000 Euro und den entsprechenden Luxuskonsum. Sie sollen die Klappe halten, wenn Lohnabhängige – egal ob mit oder ohne Arbeit – ihre bescheidenen Bedürfnisse formulieren. |
Protestaktion in Berlin forderte Regelsatzerhöhung!


Pressemitteilung: 15. Treffen der Sozialen Bewegung Land Brandenburg (SBB) in Frankfurt/Oder. Wir fordern: Regelsatzerhöhung jetzt !
Am Samstag, dem 7. Juni 2008 fand in Frankfurt /Oder das 15. Treffen der „Sozialen Bewegung Land Brandenburg“ (SBB) statt. Aus Brandenburg a.d.H., Eberswalde, Eisenhüttenstadt, Finsterwalde, Frankfurt/O., Jüterbog, Potsdam, Schwedt, Storkow, und Trebbin fanden sich 23 Delegierte ein, um über die programmatischen Schwerpunkte und Aktivitäten zu beraten, mit denen wir vor der Kommunalwahl auf die Interessen der von Armut betroffenen bzw. bedrohten Menschen im Land aufmerksam machen werden. Die Versammelten brachten deutlich zum Ausdruck, dass wir es nicht beim aufmerksam machen belassen, sondern uns weiterhin zielbewusst für die Interessen dieser Menschen einsetzen werden. Das werden wir in unseren örtlichen Initiativen verstärkt sowohl mit Aktionen auf der Strasse, mit Einmischung in die parlamentarische Arbeit und mit der Organisation von Hilfe zur Selbsthilfe tun.
In der Mittagspause wurde das gleich in die Tat umgesetzt! Auf einer Kundgebung auf dem Frankfurter Platz der Republik präsentierten sich die Vertreter der SBB den Frankfurtern. Sie riefen die Anwesenden auf, sich am Kampf gegen Sozialabbau zu beteiligen. Im Mittelpunkt der Diskussionen stand das Versprechen, sich auch weiterhin für die Interessen der Sozialschwachen einzusetzen.
Von der Politik fordern wir: Statt Sonntagsreden und Wahlpropaganda, wahre Schritte der Armutsbekämpfung! Hierzu wurden auf diesem SBB-Treffen einige weitere wichtige Beschlüsse gefasst:
Nein zum EU - Verfassungs- / Reformvertrag
Fordern Sie den Bundesrat auf, am 23. Mai gegen den EU-Reformvertrag zu stimmen. Die Verfahrensweise ist noch einfacher als im April: Den ersten Link (in unserem Aprilartikel) anklicken und am Ende des dortigen Textes die Adressfelder ausfüllen. Zum Aprilartikel.
Kindergeld anrechnungsfrei auszahlen!
Die „Soziale Bewegung Land Brandenburg“ unterstützt das Forderungspapier des ver.di - Erwerbslosenausschusses Dresden-Oberelbe, nach anrechnungsfreiem Kindergeld bei Hartz IV-Leistungsbezug (SGB II und XII), als einen wesentlichen Schritt, hin zu einer elternunabhängigen eigenständigen Kindergrundsicherung.
Das Forderungspapier ist in die Rubrik „Material“ auf unserer Themenseite „Reiches Land - arme Kinder“ eingestellt, mit der wir uns der gleichnamigen Kampagne der KOS (Koordinierungsstelle gewerkschaftlicher Arbeitslosengruppen) angeschlossen haben. Hier entsteht eine zusammenfassende Übersicht zu diesem Thema, vor allem von Brandenburger Aktivitäten, um aufzurütteln und zum Mitmachen zu animieren.
Unser Standpunkt ist, Armut im reichen Deutschland ist die Bestätigung für die falsche Politik in diesem Land, Kinderarmut ist ein gesellschaftlicher Skandal!