1. Mai - Ein kleiner Bericht quer durch Brandenburg
Bereits am Vorabend fand im Schwedter Hugenotten-Park eine Veranstaltung zum 1.Mai, mit Info-Ständen, einem Markt der Möglichkeiten u.v.m. statt. Die überdachten Stände wurden von LINKE, DKP, Gewerkschaft, Attac u.a. genutzt, es gab auch Kaffee und Kuchen. Die Linken und auch die Gewerkschaft hatten jede Menge „Geschenke“ zu verteilen, Bonbons, Luftballons und viele Kleinigkeiten.
Einer der sieben überdachten Stände blieb jedoch schmucklos, das heißt leer, ohne Transparent und ohne Infomaterial. Auf Nachfrage wem dieser Stand gehört - es ist zum Lachen, es war ein Stand für die SPD. Gibt es die nicht mehr oder haben die nichts zu sagen? Es muß schon schlimm stehen um die ehemals große Volkspartei, oder fehlte ihnen der Mut? Wie zu erfahren war, sei Herr Bischof kurz da gewesen und wollte sich morgen, also am 1.Mai in Mescherin als SPD-Kandidat vorstellen.

Aus gegebenem Anlass, jetzt wo die Vertreter der "Hartz-Parteien" wieder zu den Feiern des "Tags der Arbeit" an die Mikrophone drängen um den Bürgern zu zeigen wie sehr ihnen doch das Wohl der Arbeiter am Herzen liegt, und während gleichzeitig die staatliche Armutsverwaltung, euphemistisch "Agentur für Arbeit" genannt, die "Fortschritte in der Bekämpfung der Arbeitslosigkeit" feiert und ihre Lügenstatistiken über alle Medienkanäle powert, jetzt ist es an der Zeit einmal diese "Erfolge" etwas genauer unter die Lupe zu nehmen. (Hier im Drei-Jahres-Vergleich)
Quelle: Sybilla Sie finden dort eine ausführliche Analyse der Arbeitsmarktsituation, wie sie von den Hohepriestern des Marktradikalismus so nicht gern gesehen wird.
Das folgende Bild zeigt, wie die Vertreter der Wirtschaftsverbände sich den Niedriglohnsektor vorstellen.
Bei dem Herrn links im Bild handelt es sich um einen Mitarbeiter der staatlichen Armutsverwaltung.
Wie wir wissen schickt diese ihre "Kunden", unter Androhung von Leistungskürzungen, gerne zur Feldarbeit.
Die staatstreuen Medien unterstützen ihn gerne indem sie bis zum Erbrechen das Lied des "Faulen Arbeitslosen" singen.
Doch vielleicht handelt es sich bei dem Herrn um einen aus der "Ostmark" entstammenden "Junker" der auf diese Weise seine Dienste zum Gelingen der "Reformen" anbietet.
Doch aller Wahrscheinlichkeit nach, handelt es sich bei dem Herrn um einen "Christ-Sozialen" Sozialarbeiter.
Denn:
Pressemitteilung: Geplante Rentenerhöhung im Juli ist reine Augenwischerei und Volksverdummung"Rentenerhöhung"
Am 25. April soll der EU-Reformvertrag durch den Bundestag und danach am 23. Mai durch den Bundesrat ratifiziert werden.
Bürgermeisterwahl 2008 in Angermünde
Für Birgit Kühr war dieser Sonntag, dieser 6. April 2008, mit Sicherheit der Abschluss einer stressigen, aber auch überaus spannungsgeladenen Zeit. Auch für die soziale Bewegung in Brandenburg und darüber hinaus war es ein besonderer Tag. Schließlich war es das erste Mal, dass sich eine Kandidatin oder ein Kandidat aus der sozialen Bewegung in Brandenburg der Wahl zum Bürgermeister stellt!
Trotzdem die Wahl nicht gewonnen wurde, ist das erreichte Ergebnis von 19 Prozent für Birgit Kühr ein bemerkenswerter Einstieg in dieses politische Neuland!
Waren hier doch zwei Kandidaten, wie sie unterschiedlicher nicht sein könnten, gegeneinander angetreten:
-> Herausforderin Birgit Kühr , von der „Bürgergemeinschaft gegen Sozialabbau e.V.“, einem kleinen Verein aus der sozialen Protestbewegung und
-> Amtsinhaber Wolfgang Krakow, mit dem professionellen Apparat der SPD im Rücken.
Über Wahlergebnisse lässt sich im Nachhinein immer viel spekulieren! Traut man vielleicht den kleinen Initiativen der sozialen Bewegung noch nicht zu, in politischen Ämtern bestehen zu können? Eine Frage, die wir sicher in nächster Zeit viel diskutieren werden.
Beachtenswert ist in jedem Fall die geringe Wahlbeteiligung von nur 39,2 Prozent. Das bedeutet, auch dem Sozialdemokraten Krakow traut die Mehrheit nicht zu, dem Wohl der Bürger zu dienen. Nicht gerade eine beruhigende Situation!
"Deshalb geht unsere politische Arbeit weiter", so Birgit Kühr. "Wir freuen uns auf den Kommunalwahlkampf 2008, unser Verein hat sich das Ziel gesetzt, zur Kommunalwahl am 28.September eigene Kandidaten aufzustellen. Durch die Brandenburg- und Bundesweit enge Zusammenarbeit mit den sozialen Bewegungen wissen wir, dass wir keineswegs die einzigen sein werden, die diesen Schritt gehen!"
"Durch die vielen Gespräche während des Wahlkampfes wurde uns eindeutig klar, dass die sozialen Interessen in unserer Region schlecht vertreten werden", sagte Birgit Kühr weiter. "Außerdem vermissen viele Bürgerinnen und Bürger die Transparenz bei politischen Entscheidungen, welche die Stadt und ihre Ortsteile betreffen. Das Wahlergebnis von 19 Prozent zeigt deutlich, dass ein großer Teil der Bevölkerung politische Veränderungen möchte."
Wie nervös Birgit Kühr ihren Kontrahenten im Wahlkampf mit ihren sachkundigen Antworten auf die Fragen des Moderators beim Podiumsgespräch machte, zeigt das nebenstehende Foto, als es zwischen Wolfgang Krakow (rechts) und dem Moderator Roger Eichhorn (links) zu Rangeleien um das Mikrofon kam.
Foto: Axel Kalhorn